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Schulenrode ist für mich...

ein kleines beschauliches Dorf, wo KAMERADSCHAFT und ZUSAMMENHALT noch groß geschrieben und auch gelebt werden.
Hans-Jürgen Stumpf

oder: Wer keinen Berg hat, baut sich einen

Um den Lindenberg und seine Bedeutung für Schulenrode rankten sich viele Geschichten, Erzählungen und Vermutungen. Doch dann die Überraschung: In allen alten Kartendarstellungen gibt es ihn gar nicht! 

Die Fakten: In den Dorfkarten des 18. und 19. Jh. gibt es zwischen den Höfen Nr. 16 (heute Borrmann), Nr. 11 (heute Schönborn) und der Kirche nur eine größere Freifläche ohne markanten Mittelpunkt. Ob dort schon Baumbestand oder eine Erhöhung vorhanden waren, ist nicht bekannt. 

Mit fotografischen Aufnahmen aus dem frühen 20. Jh. wird der Lindenberg dann aber endlich „sichtbar“.

Auf dem Foto, vom damaligen Haus Nr. 11 aus aufgenommen, erkennt man eine leichte Kuppe mit großen Bäumen, unter denen Fuhrwerke unterschiedlicher Größe abgestellt sind. Die größere Fläche, die der Lindenberg einnimmt, verdeutlicht der Grasbewuchs neben den unbefestigten Wegen (Lindenbergweg/An der Kirche). Am Rand erkennt man eine große Bank für Milchkannen, die dorthin von den umliegenden Höfen zur Abholung gebracht wurden. Damals gab es in Schulenrode noch einen sehr hohen Milchviehbestand.

Seine jetzige Höhe und Form bekam der Lindenberg jedoch erst 1980!

Mit dem Bau der Abwasser- und Regenwasserkanalisation waren erhebliche Erdbewegungen in allen Straßen und auf den Grundstücken verbunden. Auf Bitten und Drängen von Günther Hohrenk, damals Bewohner der Hofstelle Nr. 11, wurde der Lindenberg von der beauftragten Baufirma höher aufgeschüttet und am unteren Rand mit Steinen eingefasst. Er sorgte auch dafür, dass auf der Kuppe mehrere große Feldsteine abgelegt und befestigt wurden. Im besten Sinn nachhaltig hat er auch gehandelt, indem er eine junge Linde als Pendant zur großen alten Linde pflanzte. Einige Jahre später kam dann noch eine dritte Linde auf den „Südhang“ des Lindenberges dazu.

Im Ort zentral gelegen, mit den drei Linden unterschiedlichen Alters bestanden und mit einer einladenden Sitzgruppe rund um einen steinernen Tisch versehen, der am Seitenrand die Inschrift „Lindenbergfest 1995“ trägt, ist der Lindenberg im Gebäudeensemble um die Kirche nun „herausragend“ und zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert.

Aber ist der „künstliche“ Lindenberg damit der höchste Punkt im Ort?

Kurz gesagt nein; denn um die Kirche herum verläuft die Höhenlinie 125 m üNN (über Normal-Null)! In dieser Konkurrenz ist der Lindenberg zwar etwas höher, aber am Ostrand des Ortes liegt der „Wrakelberg“ und der ist mit 133 m üNN doch noch deutlich höher.

Überhaupt ist Schulenrode im Westen und Süden von einer Vielzahl von „Bergen“ umgeben. In der Feldmark liegen der „Losenberg“ und der „Soreberg“, und um nach Veltheim zu kommen, muss man den „Büchenberg“ und den „Lofkenberg“ überwinden, die in der Ohe vom Baumbestand verdeckt liegen. Höhenangst bei den Bergtouren muss man allerdings nicht haben, es sind nur Höhenunterschiede im Meterbereich.

Horst Klatte, Ortsheimatpfleger

 

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