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Schulenrode ist für mich...

der Ort mit dem ich mich durch Freunde, Familie und Vereine immernoch verbunden fühle.

Das Foto zeigt das Schulgebäude Mitte des 20. Jahrhunderts

Nach Einführung der Schulpflicht auch für die ländlichen Siedlungen mussten im 19. Jahrhundert die Schulenröder Kinder entsprechend des gebildeten Schulverbandes nach Cremlingen zur Volksschule „gehen“. (Sie mussten noch wirklich zur Schule gehen)

Trotz der verordneten Schulpflicht dauerte es lange bis die Kinder vom Dorfe tatsächlich regelmäßig die Schule besuchten - auf den kleinen Höfen gab es reichlich Aufgaben, die gerade von den Kindern erfüllt werden mussten, um das Überleben der Familien zu sichern.

Die Aufsicht über den Unterricht und die Lehrkräfte im Herzogtum Braunschweig lag in den Händen der Kirche. Lehrer (Schulmeister) hatten neben ihrer Unterrichtsarbeit zumeist auch Küsterdienste zu absolvieren. (Erst ab 1918 wurde eine staatliche Schulaufsicht gesetzlich angeordnet)

Ab 1891 sind Akten verfügbar, die den Bau eines Schulgebäudes in Schulenrode dokumentieren. Wegen des Bevölkerungswachstums, ausgelöst durch Industrialisierung und Intensivierung der Landwirtschaft, wurden zu der Zeit in vielen Landgemeinden des Herzogtums Braunschweig neue Schulen gebraucht. Pläne der damaligen Architekten berücksichtigten die Anzahl der zu beschulenden Kinder. Sie entwarfen dafür verschiedene „Schulhaustypen“.

Das ab 1894 errichtete Schulhaus in Schulenrode entspricht dem „Landhaustyp“ = ein quer gestelltes großes Schulraumgebäude mit einem Klassenzimmer und ein angebautes längs gerichtetes kleineres Wohnhaus für den Lehrer und ggf. seine Familie. Das dazugehörige Grundstück diente als Nutzgarten und war für die Versorgung der Lehrerfamilie von größter Bedeutung, denn die Besoldung blieb lange Zeit „kärglich“.

In der Schule wurde der Lehrbetrieb für alle Altersgruppen in einer „Einklassigen Volksschule“ von da an durch eine Lehrkraft bis 1937 gewährleistet.

Eine große Zäsur stellte der zweite Weltkrieg dar. Die Nutzung des Schulgebäudes ruhte bis 1947. Mit den vielen Flüchtlingen stieg die Bevölkerungszahl im Ort sprunghaft an. Mit der Wiederaufnahme des Unterrichts ging der Schulbetrieb deshalb weiter bis 1959.

Mit mehreren Jahren Vorplanung des damaligen  Schulzweckverbandes wurde die Idee einer „zentralen Mittelpunktschule“ für die Orte Abbenrode, Destedt und Schulenrode verfolgt. Dieser Schulverbund verwirklichte in der damaligen Samtgemeinde den Bau eines Schulgebäudes in Destedt und hat landesweit als „Fünfklassige weiterführende Schulform“ für Niedersachsen Modellcharakter gehabt.

 

Das Schulgebäude war nach dem Ende der Unterrichtstätigkeit wegen der immer drängender werdenden Renovierungs- und Erhaltungsarbeiten lange Zeit eine problematische Immobilie für die Gemeinde Schulenrode. Erst mit dem Verkauf des Hauses an Privatleute 1985 und deren bis heute unermüdlichem Einsatz beim denkmalgerechten Umbau und Erhalt hat die „Schule“ in Schulenrode wieder eine gute Perspektive bekommen.

 

Horst Klatte (Ortsheimatpfleger)

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