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Schulenrode ist für mich...

der Ort mit dem ich mich durch Freunde, Familie und Vereine immernoch verbunden fühle.

Wie an anderer Stelle erläutert, ist die Namensgebung unseres Ortes nicht mit der Existenz einer Schule verbunden, sondern entstammt der niederdeutschen Wortbedeutung „schulig“ im Sinne von versteckt, geschützt.

Schulenrode hatte jedoch tatsächlich längere Zeit eine Schule, ein Schulgebäude und einen Lehrer, der darin wohnte und die Kinder des Dorfes unterrichtete.

Ohne nun die ganze – teilweise haarsträubende - Geschichte des Schulwesens auf dem Lande zu erzählen, muss doch erwähnt werden, dass noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts Schulunterricht für Kinder vom Dorfe unregelmäßig oder wenig stattfand. Die Mithilfe der Kinder in der Landwirtschaft, beim Hüten des Viehs und in der Hausarbeit, prägte das Leben der Familien gerade auch in einem Ort wie Schulenrode mit seinen kleinen Höfen; da blieb für einen Schulbesuch wenig Zeit. 

Die Schulpflicht für alle Kinder bis zur Konfirmation, eingeführt durch Herzog Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg Anno 1840, war ein Meilenstein zur verbindlichen Unterrichtung auch der Kinder auf dem Lande. Sie führte dazu, dass die Schulenroder Kinder entsprechend des gebildeten Schulverbandes nach Cremlingen zur Volksschule gehen mussten. (Sie mussten wirklich zu Fuß zur Schule gehen!)

Ab 1891 dokumentieren Akten den Bau eines Schulgebäudes in Schulenrode. Wegen des Bevölkerungswachstums, ausgelöst durch Industrialisierung und Intensivierung der Landwirtschaft, wurden zu der Zeit in vielen Landgemeinden des Herzogtums Braunschweig neue Schulen gebraucht. Pläne der damaligen Architekten berücksichtigten die Anzahl der zu beschulenden Kinder und entwarfen dafür verschiedene Schulhaustypen. 

Das 1894 in Schulenrode errichtete Schulhaus entspricht dem „Landhaustyp“: Ein quer gestelltes großes Schulraumgebäude mit einem Klassenzimmer und ein angebautes längs gerichtetes kleineres Wohnhaus für den Lehrer und ggf. seine Familie.

In Fotos der folgenden Jahrzehnte, die zu schulischen Anlässen gemacht wurden, ist die „bunte Mischung“ der zu unterrichtenden Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen und die Vielzahl von Kindern, die die Schule besuchten, sehr eindrucksvoll belegt.

Eine Zäsur stellt der zweite Weltkrieg dar. Die Nutzung des Schulgebäudes für Unterricht ruhte bis 1947. Mit der Wiederaufnahme des Unterrichts in Form einer „Einklassigen Volksschule“ geht der Schulbetrieb weiter bis 1959. 

Schon ab 1956 und mit mehreren Jahren Vorplanung verfolgte der damalige Schulzweckverband die Idee einer „zentralen Mittelpunktschule“ für die Orte Abbenrode, Destedt und Schulenrode. Dieser Schulverbund verwirklichte in der damaligen Samtgemeinde den Bau eines Schulgebäudes in Destedt und hatte mit dem Unterrichtsbetrieb in einer „Fünfklassigen weiterführenden Schulform“ für Niedersachsen landesweit Modellcharakter. (Nicht umsonst heißt es bis heute: Schulenrode - am Elm ganz vorne!).

Horst Klatte, Ortsheimatpfleger

 

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