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Schulenrode ist für mich...

der Ort für den es sich gelohnt hat umzuziehen.

Natürlich nicht ganz, aber nach etwas mehr als 35 Jahren gibt es um Schulenrode herum einige bemerkenswerte Maßnahmen, die gute Beiträge liefern, unsere immer dringlichere Aufgabe die Artenvielfalt zu erhalten und kleine Bausteine zur Klimaverbesserung zu leisten.

 

Kurz dazu eine geschichtliche Rolle rückwärts in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts.

 

Überall wurden Straßenbäume (zumeist Obstbäume) gefällt, weil sie den Straßenverkehr „gefährdeten“. Kleinere Gartenparzellen verschwanden und die Feldränder mussten bis zur allerletzten Furche gepflügt werden, um die Erträge zu steigern.

Die Folge - eine ausgeräumte Feldmark - bestellt mit Getreide und der gewinnbringenden, größten schattenspendenden Pflanze östlich Hildesheims - der Zuckerrübe! 

Dagegen stand die Idee, eine nicht mehr gebrauchte Restfläche (die ehemaligen Flachsrotten des Ortes) mit einer vielfältigen Bepflanzung, einem Feuchtbiotop und einer Freifläche zu gestalten.

Kurt Wolk (schon damals ein vorausschauend und nachhaltig denkender Landwirt) setzte sie mit der Unterstützung vieler Helfer der Dorfgemeinschaft und den Pflanzen, die aus Mitteln des „Braunschweiger Modells“ geliefert wurden 1983 um.

Diesem guten Beispiel folgend, wurden in den Folgejahren 1989 und 1990 je eine Obstwiese am Ortsrand und eine weitere Obstwiese (als Verbindung zur ersten Pflanzung) nördlich des Friedhofs von weiteren Initiatoren angelegt. Ein kilometerlanges Band von artenreichen Busch- und Baumpflanzungen entlang des Regen- und Drainagewasser führenden Grabens, der von Destedt kommend die Ohe bei Veltheim erreicht, ergänzt heute diese „Juwelen“ der Kohlendioxid - Rettung im Weltklimageschehen, die die Schulenröder in ihrer Feldmark verankern konnten! 

In den nun vernetzten Arealen sind Rückzugsräume, Unterschlüpfe und Nistmöglichkeiten für diverse Tierarten, Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge und Vögel entstanden. Man kann deshalb feststellen, dass der Gedanke „im Kleinen“ für den Erhalt der Artenvielfalt zu sorgen, im Ort schon lange gelebt wird!

Ein gutes Beispiel dafür ist auch die Beteiligung vieler Schulenröder Familien bei den Arbeitseinsätzen in den Obstwiesen und beim alljährlichen Dorfputz. Denn um die Charakteristik der angelegten Pflanzungen innerorts und in der Feldmark erhalten zu können, braucht es erheblicher pflegerischer Maßnahmen!

Daher möchte ich an dieser Stelle einen großen Dank an alle Helfer und Helferinnen im grünen Bereich Schulenrodes weiter geben.

Nach all den Meldungen aus den Medien in den letzten Monaten bleibt es für uns alle hochaktuell, den Bedrohungen des Bienensterbens, den extremen Verlusten der Artenvielfalt und den unkalkulierbaren Veränderungen des Klimas entgegenzuwirken. Zum Schluss daher eine Anregung diese Konsequenz „auch im ganz kleinen Bereich“ mit der Gestaltung des eigenen Gartens zu verfolgen:

verzichten wir in unseren Vorgärten mindestens auf die - zur Zeit hochmodischen, sehr öden, grauen Steinfelder mit „Dauerbegleitgrün“ - und lassen wir mehr Vielfalt und Natürlichkeit walten!

Dann ist das Summen und Brummen um uns herum einfach fantastisch!

 

Horst Klatte (Ortsheimatpfleger)

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