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Die historische Aufnahme zeigt die Reste der einfachen Konstruktion einer „Kraftmaschine“, die als Göpel bezeichnet wird. Sie war an der Rückseite der Scheune des Hofes Curland mit der Assekuranznummer 16 (heute: an der Kirche 2) in Schulenrode angebracht.

Göpelwerke waren schon im Mittelalter zum Wasserschöpfen in Bergwerken weit verbreitet und wurden erst mit dem Einsatz von Dampfmaschinen im 19. Jahrhundert nach und nach ersetzt.

In der noch sehr von Handarbeit geprägten Landwirtschaft vergangener Jahrhunderte dienten Göpelwerke, die mit Muskelkraft z.B. von Zugtieren oder Menschen bedient wurden, zum Antrieb für einfache Arbeitsmaschinen. Diese standen geschützt in Scheunen und mit ihnen konnte wetterunabhängig z.B. die Kornernte ausgedroschen werden.

Der lange Baumstamm diente im Rundlauf als Hebel, ein Zahnrad ermöglichte eine Beschleunigung der Rotationsbewegung. Mit Riemenantrieb, oder Antriebswelle konnte die Kraft ins Innere des Gebäudes übertragen werden. Die Halteketten am Balkenende und die Laufspuren, die noch zu sehen sind, machen deutlich, wie viele Runden der Zugtiere nötig waren, um die angesagte Arbeit zu verrichten.

Wenn wir heute in den Erntemonaten die großen Mähdrescher beobachten, können wir uns klar machen, dass durch deren Einsatz viele Arbeitsgänge auf den Feldern in einem Zug passieren. Sie leisten mit hoher Effizienz alle Aufgaben der Getreideernte, die noch vor 70 - 100 Jahren mit dem Einsatz von Sensen oder einfachen Mähwerken mit Zugtieren begann. Es folgte das Binden der Garben, diese Bündel wurden in „Hocken“ für die Nachtrocknung aufgestellt. Bei guten Wetterbedingungen folgte Tage später der Transport der Getreidebündel in Scheunen teils am Hof, teils in Feldscheunen. Nach längerer Lagerung und Trocknung wurde die Kornernte in oder an den Scheunen ausgedroschen. Viele helfende Hände und häufig auch Zugtiere, die z.B. an einem solchen Göpelwerk eingesetzt wurden, waren nötig, um alle Erntearbeiten zu verrichten.

Horst Klatte (Ortsheimatpfleger)

Quellen:
 Historischer Bildindex, mi 04448g06, Haus Nr. 16 Scheune und Göpel, Aufnahme 1941?

(Ausschnitt ohne Textunterschrift)
 Wikipedia, Artikel zum Stichwort „Göpel“, Internetzugriff 11.08.2021

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